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Eigenschften Bunzlauer Keramik
Eigenschaften der Bunzlauer Keramik
Die hohe Brenntemperatur des Tons von ca. 1300 °C ist eine spezielle
Eigenschaft des Tones wie er nur in Bunzlau und Umgebung vorkommt. Bei
dieser Temperatur wird der Ton voll „durchgesintert“ - es entsteht so genanntes
„Feinsteinzeug“, welches dem Porzellan sehr ähnlich ist.
Die hohe Brenntemperatur macht die Keramik äußerst haltbar und hitzefest.
Nach Auftragen der Glasur, wird diese in einem weiteren Brennprozess in den Ton
eingebrannt. Sie ist daher spülmaschinenfest.
Diese Keramik ist frei von Giftstoffen wie Cadmium oder Blei. Sie eignet sich
deshalb hervorragend zur Aufbewahrung von Lebensmitteln.
zusammenfassend sind folgende Eigenschaften typisch für Keramik aus Bunzlau:
·
Hitzefest – geeignet für das
Zubereiten und Wärmen von Speisen im Backofen
·
Lebensmittelecht – eignet
sich hervorragend zum Aufbewahren von Lebensmitteln jeglicher Art
·
Spülmaschinenfest
·
Geeignet zum Zubereiten von Speisen in der
Mikrowelle
·
Der Ton wird bei einer Temperatur von
1300 °C gebrannt.
·
Der Ton wird voll durchgesintert. Es entsteht so genanntes
Feinsteinzeug.
·
Die Glasur und die Farbe werden in einem
weiteren Brennprozess in den Ton eingebrannt
Bemalt werden die Erzeugnisse auch heute noch in einer einmaligen Technik in
Handarbeit, die für Keramik aus Bunzlau charakteristisch ist. Deshalb beinhaltet
auch jedes Geschirr die schöpferische Arbeit eines Menschen.
Geschichte Bunzlauer Keramik
Die Ursprünge dieser Keramik gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich in und um Bunzlau zahlreiche
Produktionsstätten.
Unter Gottlieb Altmann, einem berühmten Töpfermeister, erreichte Bunzlauer
Keramik im 19. Jahrhundert einen Höhepunkt in der künstlerischen Gestaltung.
Altmann erhielt vom preußischen König Wilhelm IV. für seine Arbeiten ein
Ehrendiplom und 1844 in London die Goldmedaille für seine Keramiken - u.a.
dafür, dass er die bis dahin giftige, bleihaltige Glasur durch eine unschädliche
Feldspatglasur ersetzte..
Bis 1945 wurde dann in Bunzlau und Umgebung vor allem Gebrauchsgeschirr
hergestellt, welches weit über die schlesischen Landesgrenzen hinaus berühmt
wurde.
Seit 1945 ist Bunzlau Teil von Polen.
Schon kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann man mit dem Wiederaufbau
der Keramikindustrie des bis zu 50 Prozent zerstörten Bunzlaus.
Seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird Bunzlauer Keramik wieder
in größeren Mengen hergestellt und erfreut sich äußerster Beliebtheit. Die
Tradition wird fortgeführt. So können Sie u.a. auch heute noch die bekannten
Dekore wie das „Pfauenauge“ oder das “Gänseauge“ bei uns erwerben.
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